Hätten Sie gedacht, dass die Hälfte aller Männer ihre Partnerin im Laufe einer Beziehung mindestens ein Mal betrügen? Das fand das Hamburger Meinungsforschungsinstitut GEWIS bei einer repräsentativen Umfrage von über 1000 Männern heraus. 19 Prozent, also fast jeder fünfte aller Männer gehen in einer Beziehung zwei bis fünf Mal fremd, immerhin vier Prozent aller Männer sogar noch öfter. Wenn Sie als Frau selber betroffen sind, mag es Sie vielleicht trösten, dass Sie nicht alleine sind, aber eine echte Hilfe in Ihrer konkreten Situation ist so eine Statistik sicherlich nicht.
Vielfältige Ursachen
Die Ursachen für das Fremdgehen sind vielfältig. Es gibt laut Umfrage mehrere Hauptgründe. Immerhin: Fast ein Drittel aller Männer ist lediglich am „schnellen Sex zwischendurch“ interessiert, so die Analyse; das ist natürlich schlimm genug und ein gewaltiger Vertrauensbruch, stellt aber immerhin nicht unbedingt die Beziehung an sich in Frage.
Wesentlich schwieriger wird es schon, wenn der Partner sich in der Beziehung grundsätzlich nicht mehr wohl fühlt und meint, sich woanders Liebe, Geborgenheit und Verständnis holen zu müssen. In so einem Fall ist echte Arbeit an der Beziehung angesagt – und auch die Frage, ob die Beziehung überhaupt eine Zukunft hat. Eine Aufarbeitung des Seitensprungs ist problematisch, denn auch wenn es der Partner war, der Sie betrogen hat; vielleicht hatte er auch Grund dazu, weil er sich ungeliebt oder unverstanden fühlte. Schuldzuweisungen gehen ins Leere und helfen überdies nicht weiter.
Professionelle Hilfe ist gefragt. Paare, die in einer solchen Situation stecken und aus eigener Kraft nicht aus der Problematik herauskommen, sollten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Für die kopfbetonten Menschen ist der Besuch bei Familientherapeuten oder Psychologen angesagt, wer’s esoterisch mag, kann durchaus Rat bei Astrologen oder Kartendeutern erfragen.










