Symbol des Monats: Das Was-Szepter
Das Szepter des Ptah besteht aus drei miteinander kombinierten, mächtigen Symbolen: neben dem Anch und dem Djed (die wir beide in den nächsten Ausgaben vorstellen werden) ist das vor allem das Was, ein bodenlanger Stab, der oft als Szepter bezeichnet wird. Sein Fuß weist eine charakteristische Gabelung auf, die vielleicht zum Kampf gegen Schlangen gedacht war, und sein Kopf ist in Form eines Tieres gestaltet, das am ehesten an einen Hund oder einen Schakal erinnert. In der Hieroglyphen-Schrift bedeutet Was Macht und Herrschaft. Fast alle Götter tragen ein Was in ihrer Hand, um ihren Einfluss auf die Welt und ihre Bewohner zum Ausdruck zu bringen. Als Amulett kann das Was für Gesundheit und Glück, ganz allgemein für das Gelingen einer Angelegenheit eingesetzt werden. Wenn Sie mal besonders viel Glück brauchen, malen Sie dieses mächtige Zeichen doch auf ein kleines Stück Papier, falten Sie es und tragen Sie es – mit Hilfe eines Fadens oder einer dünnen Kette – um den Hals. Die alten Ägypter haben es nicht viel anders gemacht, wenn Sie kein echtes Amulett aus Stein oder Fayence zur Hand hatten.
Magie des Monats: Die Ohrenstele
So wie das Wort Ptahs seine Wünsche in die Realität holen konnte, so schenkt er den Worten des Bittenden Gehör, um dessen Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Was heute unter dem Begriff „Bestellung an das Universum“ eine Wiedergeburt erfährt, ist in Wirklichkeit eine jahrtausende alte, sehr wirkungsvolle Praxis: das Gebet.
Schaffen Sie sich einen Ort, an dem Sie mit dem Universum kommunizieren möchten. Eine Ohrenstele ist ein gutes Hilfsmittel, um die Aufmerksamkeit der göttlichen Mächte auf sich zu lenken.
Besorgen Sie sich ein Stück Holz, das etwa 12 mal 18 cm groß ist und eine beliebige Dicke aufweist, mindestens aber 1,5 – 2 cm. Das Charakteristikum ägyptischer Stelen sind ihre abgerundeten oberen Ecken. Lassen Sie sich diese im Baumarkt abrunden oder machen Sie es selbst mit einer Holzsäge, je nach Geschmack und Möglichkeiten. Zur Not können Sie die Ecken später auch einfach durch schwarze Farbe „verschwinden lassen“.
Jetzt grundieren Sie die Stele mit einer weißen Farbe. Nach Trocknung der Grundierung können Sie sich an die Gestaltung der Bemalung machen. Es empfiehlt sich, erst die Umrisse mit einem weichen Bleistift vorzuzeichnen, um noch Änderungen vornehmen zu können. Dann fahren Sie mit einem dicken, wasserfesten Stift die Linien nach.
Zur Gestaltung: um ein ägyptisches Erscheinungsbild zu erreichen, sollten Sie einen umlaufenden, ca. 1 cm breiten Rand aufzeichnen. Das obere Drittel des Rands (ab Beginn der Rundung) sollten Sie blau ausmalen, die unteren Seiten und den Boden hingegen rot. Jetzt können Sie sich der eigentlichen Stelenfläche widmen. Zu einer echten Ohrenstele gehören natürlich mindestens zwei große Ohren. Es gab jedoch auch Stelen mit bis zu 10 Ohren, vielleicht für besonders dringende Fälle? Fassen Sie sich ein Herz und gehen Sie bei Ihrer Gestaltung intuitiv vor. Zusätzlich zu den Ohren können Sie eine kleine, ägyptische Inschrift anbringen. Jetzt steht Ihrem ersten ägyptischen Gebet nichts mehr im Wege!
i Ptah neb maat
sedschem seperui
sedschem seperu nis tschu
ii en asch enek
Oh Ptah, Herr der Wahrheit,
erhöre mein Gesuch!
Höre auf die Bitten dessen, der dich anruft
und komme zu dem, der nach Dir ruft!
Wir haben Sie neugierig gemacht? Schauen Sie doch einmal in unser Ägyptisches Tarot!


















