1966 bat die belgische Polizei den Wünschelrutengänger Thomas Trench um Hilfe. Er solle mit seiner Begabung die Leiche eines jungen Mannes aufspüren, was ihm in kürzester Zeit gelang. Auch der Holländische Hellseher Gerhard Croiset besaß dieses außergewöhnliche Talent beim Auffinden von vermissten Flugzeugen und Menschen. Es existiert aufgrund von Berichten und Statistiken eine Fülle von Beweisen, dass von erstrangigen Wünschelrutengänger gesuchte Dinge auf einer Karte (z.B. Landkarten, Seekarten) gefunden wurden.
Doch die Geschichte der Wünschelrute datiert schon fast 500 Jahre zurück. Schon um 1560 sollen Wünschelrutengänger nach Erz gesucht haben.
Der Name Wünschelrute kommt von dem altdeutschen Begriff "wünschen", der auch "zaubern" bedeuten kann. Vorläufer der Wünschelrute sind die Zauberstäbe der Magier und Götter - wie der gegabelte Mistelzweig, der nach der griechischen Überlieferung die Pforten der Unterwelt öffnet. So wird auch in der Bibel von Moses erzählt, der mit seinem Stab eine Quelle aus einem Felsen schlug.
Wie funktioniert die Wünschelrute?
Die Wünschelrute ist verwandt mit dem Pendel. Pendel und Wünschelrute arbeiten nach dem Prinzip der sogenannten Radiästhesie. Darunter versteht man die Empfänglichkeit für die Wahrnehmung von Strahlen. Diese Empfänglichkeit gilt als besondere menschliche Veranlagung. Und das ist der springende Punkt: Die Wünschelrute ist – genau wie das Pendel – lediglich ein Anzeigeinstrument, kein Messinstrument. Das Messinstrument ist immer der Mensch selber, der über eine besondere Feinfühligkeit verfügt. Die Wünschelrute zeigt nur anhand des Ausschlags verstärkend an, was der Mensch empfindet. Es ist wie bei einem Instrument – eine Geige erklingt auch nur bei demjenigen schön, der sie richtig zu spielen vermag.


















