Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft: Was Sie in Ihrer eigenen Seele lesen können...
Dreißig Jahre lang hat Wulfing von Rohr sein Seelenorakel entwickelt. Herausgekommen ist ein scheinbar bunter Mix aus allem, was die Orakelwelt hergibt. Krafttierkarten, Götterorakel, Energiesymbole ... Alles vereint in einem sechzig Karten umfassenden Deck. Als ich begann mit diesen Karten zu arbeiten, war ich skeptisch, ob sie sinnvoll sind und, wie man so schön sagt, „zu mir sprechen“ würden. Doch schon die erste Legung überzeugte mich von der Klarheit dieses Orakels.
Die Karten sind, auch durch entsprechende farbliche Gestaltung, in fünf Gruppen zu je fünf Karten gegliedert. Dabei entspricht jede dieser Gruppen einer Seelenebene, oder anders ausgedrückt, einem Bewusstseinszustand. Das Alltagsbewusstsein zeigt die Lebensstadien eines Menschen von der Empfängnis bis zum Tod. Das Unbewusste wird mit Energiesymbolen wie Spirale, Quadrat und Dreieck dargestellt. Krafttiere bringen uns mit unserem instinktiven Bewusstsein in Berührung.
Mythische Gestalten wie Drache und Einhorn stehen für das Traumbewusstsein, und die kosmischen Gestalten schließlich, die man am ehesten mit denen gängiger Engelkarten vergleichen kann, zeigen uns das Überbewusstsein. In dem 95 Seiten starken Begleitbüchlein sind all diese Ebenen näher erklärt, und auch Anfänger dürften dadurch wenig Schwierigkeiten haben, sich auf diese Orakelkarten einzustimmen.
Hier finden wir auch gleich fünf Legesysteme, von denen das meistgenutzte wohl als „klassische Methode“ bezeichnet sein dürfte. Denn zu diesem Legesystem finden sich in den Kartenbeschreibungen die Deutungstexte zu jeder Position, und somit muss man eigentlich nur die benötigten fünf Karten ziehen, auslegen und im Buch bei der jeweiligen Position im Legebild nachlesen. Auch dies wieder sehr Anfängerfreundlich.
Bleibt die Frage, ob Anfänger die oft sehr spirituellen Deutungstexte verstehen. Ich bin der Meinung, dass schon ein gewisser spiritueller Hintergrund vorhanden sein sollte, um von Rohrs Botschaften ergründen zu können.
Mein Fazit also: Seelenorakel für Orakelanfänger ja, für Esoterikanfänger eher Tendenz zum Nein. Das Umformen der im Begleitbuch stehenden Deutungstexte ins Alltagstaugliche erfordert schon ein wenig Übung.
Lassen Sie uns einige der Karten mit Hilfe einer kleinen Beispiel-Legung näher betrachten. Hierzu habe ich die einfache Dreier-Legung (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) gewählt und der Anschaulichkeit halber die Karten nicht, wie Sie es in der normalen Arbeit mit dem Seelenorakel machen würden, verdeckt aus dem gesamten Deck gezogen, sondern Karten aus drei unterschiedlichen Seelenebenen gewählt.

















